Schüleraustausch England für mehr Sprachsicherheit

group of fresh graduates students throwing their academic hat in the air

Mathematik findet im Leben eines Schülers immer Anwendung, nicht nur im Klassenraum. Auch wenn es sich dabei nicht gerade unbedingt um höhere Mathematik handelt. Auf das Fach Deutsch trifft das gleiche wohl noch in größerem Unfang zu aber Englisch bleibt in der Freizeit eher auf Anglizismen beschränkt, die sich immer häufiger und in großer Zahl in die deutsche Sprache einschleichen. Auch unter großzügiger Anwendung dieser Anglizismen bleibt die Sprache aber Deutsch.

Viele Schüler meinen jedoch, mittels unserer angelsächsisch stark aufgepeppten Neusprache schon über genügend Englischkenntnisse zu verfügen und so verkommt der Englischunterricht häufig gerade in Haupt- und Realschule zum Kindergarten, in dem man dem Schüler mehr durchgehen läßt, als das man ihn in Hinblick auf korrekte Anwendung der englischen Grammatik und Betonung verbessert. Dies ist mittlerweile auch kultusministeriell abgesegnet, indem Fehlerquotienten bei Klassenarbeiten nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, allein der Inhalt zählt, doch der ist nun mal losgelöst von sprachlicher Kompetenz, solange ein Lehrer nur genügend Zeit findet, sich einen positiven Reim auf das zu machen, was er letztlich korrigieren muss.

Bei einem Schüleraustausch in England würde sich so mancher Schüler vielleicht fragen, was er da zu Hause eigentlich gelernt oder vielmehr nicht gelernt hat oder nicht lernen wollte, denn mit etwas Glück versteht er vielleicht Bahnhof und weiß, wo er austeigen muss, um seine Gastfamilie zu erreichen. Das positive dabei ist, dass er, letztlich auf sich gestellt, Englisch in Lichtgeschwindigkeit lernt im Vergleich zur Schule, wo in dieser Geschwindigkeit keine Lernerfolge erzielt werden können. Im Umgang mit gleichaltrigen Engländern wird er deren Sprache vielleicht sogar als cool wahrnehmen, regionale Besonderheiten der Sprache aufnehmen und pflegen, und damit später seine eigene Individualität definieren. Auf diese Weise Erlerntes kann immer wieder rekapituliert werden, da es häufig mit konkreten Situationen und Personen in Verbindung gebracht wird. Zusätzlich sichert die Learning by Doing-Methode, die so nur bei einem Schüleraustausch zustande kommt, dass Wissen nicht einfach über das Wochenende verloren geht. Da über einen längeren Zeitraum eigentlich nur Englisch gesprochen wird, wird Lernen zu einer Notwendigkeit. Diese Notwendigkeit erlebt der Schüler im Klassenzimmer allenfalls durch Notendruck, bringt er nicht genügend eigenes Interesse an der Fremdsprache mit. Und ist die Zeit in England vorerst vorbei, so bleibt vielleicht ein Briefkontakt, heute vereinfacht über Email möglich und deshalb vielleicht sogar enger, und ermuntert den Schüler jetzt auch weiterhin in der Schule mit mehr Spaß dabei zu sein, denn er will sich vor seinen neuen Freunden ja nicht unbedingt die Blöße geben allzu viele Fehler zu machen. Mit einem Schüleraustausch in England schreibt sich der Schüler ein positives Kapitel in seine noch junge Vita.